Ausgebrannt - ein schleichender Prozess

Kennen Sie das? 

 

- Das Gefühl überlastet zu sein und alles ist zu viel

- Fehlende Energie, schnell müde, erschöpft und antriebslos

- Verlust von Interesse, Motivation und Freude

- Depressive Stimmung, Lebensüberdruss 

- Angstzustände, Schuldgefühle, Wertlosigkeit

- Schlafstörungen

- Mangelnde Selbstliebe

- Konzentrationsstörungen

- Sich selbst fremd werden

- Beziehungsprobleme

 

Burnout ist zu einer Volkskrankheit geworden, von der inzwischen Millionen Menschen betroffen sind und die Krankmeldungen steigen jährlich. Stress im Berufsalltag wurde von der Weltgesundheitsorganisation WHO zu einer der größten Gefahren unseres Jahrhunderts erklärt. Viele fühlen sich anfangs rastlos, sind später wie Schatten ihrer selbst, als wenn im Kopf das Licht ausgeht.

 

Wenn Sie das Gefühl haben, dass Ihnen alles zu viel ist, Sie nicht mehr abschalten können, keinen Antrieb haben und nichts schaffen, erfahren Sie hier, wie Sie Burnout rechtzeitig erkennen können, wichtige Symptome und die 12 Phasen des Burnout-Syndroms  und was Sie tun können, um Burnout zu überwinden. 

Burnout rechtzeitig erkennen

Burnout ist eine große Herausforderung. Darum geht es hier. 

Burnout entwickelt sich langsam und oft völlig unbemerkt. Viele Menschen fühlen sich mit ihrer Arbeit nicht wirklich zufrieden und sind extrem belastet. Das Gefühl einer ständigen Überforderung breitet sich aus, eine tiefe, grundlegende Erschöpfung kommt immer mehr nach oben und mit Ihm eine innere Leere und Antriebslosigkeit. 

 

Mit der Zeit brennen wir wirklich aus und unsere Leistungsfähigkeit lässt erheblich nach. In sozialen Berufen ist das Risiko für Burnout besonders hoch.

 

Am Anfang eines Burnouts steht der Drang sich zu beweisen. Es geht lange Zeit gut, bis wir nur noch funktionieren und die Freude allmählich verloren geht. Der Übergang zur Depression ist letztendlich fließend. Man kann sagen, der Akku ist leer bei Burnout. Bei einer Depression lädt er sich ohne Hilfe nicht mehr auf.  

 

Erste Anzeichen sind verstärkte Leistungsbereitschaft, Rastlosigkeit und das Ausblenden eigener Bedürfnisse. Wenn wir nur noch arbeiten, arbeiten, arbeiten und uns selbst nicht mehr wahrnehmen.

 

Wichtige Symptome des Burnout-Syndroms

Körperliche Erschöpfung

  • Chronische Müdigkeit
  • Schlafstörungen
  • Rückenschmerzen
  • Magen-, Darm-Probleme
  • Herz-, Kreislauf-Störungen, Bluthochdruck
  • Erhöhte Einnahme von Zigaretten, Alkohol, Schmerz, Schlaf- und Aufputschmitteln

Mentale Erschöpfung

  • Konzentrationsmangel
  • Vergesslichkeit
  • Abbau der Kreativität
  • Freude geht verloren, Hoffnungslosigkeit
  • Gedanken von Sinnlosigkeit, Suizidgedanken

Emotionale Erschöpfung

  • Gefühl, alles ist zu viel
  • Innere Leere
  • Frustration
  • Gefühl der Sinnlosigkeit
  • Reizbarkeit, Ärger, Schuldzuweisungen

Soziale Erschöpfung

  • Sozialer Rückzug, Einsamkeit
  • andere Menschen werden als Belastung empfunden
  • Verständnislosigkeit für andere
  • Nicht zuhören können
  • existenzielle Verzweiflung

Die 12 Phasen des Burnout-Syndroms

nach Herbert Freudenberg & Gail North (Freiburg 1992)

 

Stadium 1: Der Zwang, sich zu beweisen

- Besondere Begeisterungsfähigkeit

- Erhöhte Erwartungen an sich selbst

- Übersehen eigener Grenzen  und Zurückstellen eigener Bedürfnisse

Stadium 2: Verstärkter Einsatz

- Besondere Bereitschaft zur Übernahme von neuen Aufgaben

- Freiwillige Mehrarbeit und unbezahlte Überstunden, auch an freien Tagen, Wochenende und im Urlaub

- Gefühl der Unentbehrlichkeit

Stadium 3: Vernachlässigung eigener Bedürfnisse

- Chronische Vernachlässigung eigener Bedürfnisse

- Mehr Konsum von Kaffee, Zigaretten, Aufputschmitteln

- Gelegentliche Schlafstörungen

Stadium 4: Verdrängen von Konflikten und Bedürfnissen

- Fehlleistungen, wie Vergessen von Terminen, Nichterledigen von versprochenen Aufgaben

- Ungenauigkeit, Energiemangel, Schwächegefühl

- Aufgabe von Hobbys

Stadium 5: Umdeuten von Werten

- Meiden privater Kontakte, welche als belastend empfunden werden

- Abstumpfung und Aufmerksamkeitsstörungen

- Probleme mit dem Partner/in, mit Zeichen des Beziehungs-Burnouts

Stadium 6: Verstärktes Verleugnen der aufgetretenen Probleme

- Gefühl mangelnder Anerkennung, Desillusionierung

- Widerstand, täglich zur Arbeit zu gehen, Arbeitszeiteinstellung, die als innere Kündigung bezeichnet werden kann

- Vermehrte Fehlzeiten, verspäteter Arbeitsbeginn, vorzeitiger Arbeitsschluss

Stadium 7: Rückzug

- Orientierungs- und Hoffnungslosigkeit, Ohnmachtsgefühle, innere Leere

- Ersatzbefriedigung durch Essen, Alkohol, Drogen, Spielen, Sexualität

- Abbau der kognitiven Leistungsfähigkeit, Ungenauigkeit, Desorganisation, Entscheidungsunfähigkeit

- Psychosomatische Reaktionen, Gewichtsveränderungen, Bluthochdruck, Herzklopfen

Stadium 8: Beobachtbare Verhaltensänderung

- Eigenbrötelei, Selbstmitleid, Einsamkeit, ärgerliche Reaktionen auf gut gemeinte Zuwendung

- Verringerte Initiative, verringerte Produktivität, Dienst nach Vorschrift

- Verflachung des sozialen Lebens, Gleichgültigkeit, Gefühl der Sinnlosigkeit

- wenig persönliche Anteilnahme an anderen Menschen, Meidung beruflich-sozialer Kontakte

Stadium 9: Verlust des Gefühls für die eigene Persönlichkeit

- Entfremdung, Gefühl des Abgestorbenseins und innere Leere

- Automatenhaftes Funktionieren

- Psychosomatische Reaktionen treten noch mehr in den Vordergrund

Stadium 10: Innere Leere

- Wechsel zwischen starken schmerzhaften Emotionen mit dem Gefühl des inneren Abgestorbenseins

- Phobische Zustände, Panikattacken, Angst vor Menschen

- Einsamkeit, negative Einstellung zum Leben

- Fallweise exzessive sinnliche Befriedigung, wie Fressattacken, Kaufrausch, exzessiver Sex ohne wirkliche Befriedigung

Stadium 11: Depression und Erschöpfung

- Negative Einstellung zum Leben, Hoffnungslosigkeit

- Erschöpfung, starker Wunsch nach Dauerschlaf

- Existenzielle Verzweiflung, Selbstmordgedanken und -absichten

Stadium 12: Völlige Burnout-Erschöpfung

- Lebensgefährliche körperliche, geistige und Emotionale Erschöpfung

- Angegriffenes Immunsystem, Magen-Darm-Erkrankungen, Herz-Kreislauf-Erkrankungen

- Selbstmordgefahr, Suizidalität

 


Nicht jede dieser 12 Stufen muss sich genau so zeigen. Die einzelnen Stufen können auch ineinander übergehen oder sich vermischen. 

 

Die ersten drei Stufen können situativ immer mal wieder auftreten. Wenn sich diese Verhaltensweisen aber über einen längeren Zeitraum wiederholen und chronisch werden, kann eine Beratung hilfreich sein. Hier können neue Strategien und Prävention hilfreich sein. 

 

Bei Stufe 4 bis 8 ist ein Coaching sinnvoll, da häufig nicht nur die körperlich-seelische Gesundheit betroffen ist, sondern auch das soziale Leben leidet. 

 

Ab Stufe 9 und 10 ist wegen der akuten Gesundheitsgefährdung eine ärztliche Behandlung und Psychotherapie notwendig. 

 

Raus aus der Burnout-Spirale:

UMDENKEN

Der wichtigste Schritt ist, dass Sie ehrlich zu sich selbst sind und bereit sind, bisherige Lebenseinstellungen zu verändern. 

 

Das erfordert Mut, sich kritisch der eigenen Situation zu stellen, Mut sich selber infrage zu stellen. Wer bin ich, was sind meine Werte und Bedürfnisse und was möchte ich daraus machen? Die Antworten können überraschen und bringen uns näher zu uns. 

 

Treffen Sie Ihre Entscheidung, um besser für sich selbst zu sorgen und etwas Grundsätzliches in Ihrem Leben zu ändern. Es lohnt sich immer. Erkennen Sie Ihren Weg und entkommen Sie der Burnout-Spirale. 

 

Wege aus der Erschöpfung - zurück zur Freude am Leben

  • Fragen Sie sich, was geschieht, wenn Sie nichts ändern
  • Finden Sie Ihre Kraftquellen und Krafträuber
  • Lernen Sie Nein zu sagen und Grenzen ziehen
  • Nehmen Sie Kontakt auf mit sich selbst 
  • Was treibt Sie an, sich zu erschöpfen?
  • Suchen Sie sich Unterstützung
  • Lassen Sie Dinge, die Sie belasten
  • Lassen Sie übergroße Verantwortung los
  • Lösen Sie störende Gefühle auf, wie Wut, Ärger, Angst, Anspannung, Pessimismus und Frustration
  • Stärken Sie Ihr Selbstbild
  • Finden Sie heraus, was Ihnen Freude macht
  • Gehen Sie raus in die Natur und bewegen Sie sich
  • Werden Sie kreativ
  • Planen Sie Ihren Tag mit Freiraum und gönnen Sie sich Auszeiten
  • Belohnen Sie sich 
  • Ernähren Sie sich gesünder
  • Vermeiden Sie Überforderungen
  • Lernen Sie Achtsamkeit und Entspannungstechniken, die Ihnen helfen Ruhe und Kraft zu finden
  • Stärken Sie Ihre positiven Gedanken 
  • Umgeben Sie sich mit positiven Menschen
  • Haben Sie Geduld und finden Sie Ihren eigenen Weg zurück zu innerer Stärke, Freude und Freiheit 

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Ina Scheidtmann 

 

Heilpraktikerin & Coach

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